• Dane.B.Rock

Was mache ich hier?

Irgendwann im April 2016 saß ich in unserer erst kürzlich bezogenen Neubau Designer Wohnung im Süden von Köln. Von außen betrachtet alles ganz schick. Dennoch war es bereits schon ein langer Weg, den meine Familie und ich bis dahin gemeinsam gegangen waren. Meine Familie, Thomas, den ich im Alter von 24 Jahren kennengelernt habe. Es war eine Annonce in der Photopresse – Kameraassistent/in gesucht für Jahrespraktikum. Gerade hatte ich meinen Gesellenbrief erworben als Fotografin und langweilte mich zu Tode in einem Hochzeitsfotoladen und da kam die Anzeige gerade recht. Neues kennenlernen – das hat mich immer schon fasziniert. Vielleicht auch durch die Erfahrung meiner Mutter, hatte ich gelernt jeden Moment auszukosten, denn es könnte ja schnell der Letzte sein. Sobald mich irgendetwas langweilte, ließ ich es los und richtete meinen Blick auf das Neue, ob es nun die Schule, die Jobs oder die Männer waren...Viele verurteilten das als sprunghaft. Im Nachhinein hat es mir viele Erfahrungen unterschiedlichster Art beschert, für die ich heute allesamt unendlich dankbar bin. Denn um Emotionen und Erfahrungen zu sammeln sind wir doch hier, oder?

Nach dem ersten Anruf meinerseits auf die spannende Anzeige, war ich begeistert, diese Stimme, diese neue Herausforderung – ich spürte das war mein Weg.

Und so kam es, dass wir uns bis heute nicht mehr trennen konnten. Nicht ganz einfach zu Beginn als Praktikantin vom verheirateten Chef mit Kleinkind. Das ging schon ganz tief rein in all die Muster und moralischen Glaubenssätze. Und doch hatten wir immer das Gefühl, das sollte so sein.

Manchmal entstehen Verbindungen, die sich anfühlen wie feste Verabredungen und dieses Gefühl lässt sich kaum wegdrücken, denn es ist vielleicht so, dass jeder mit jedem eine Aufgabe zu lösen hat, eine Chance zur Transformation erhält, die eigene Welt und damit auch das Ganze, ein bisschen freier und liebevoller zu gestalten.

Nun sind über 25 Jahre vergangen. Wir sind verheiratet und haben einen Sohn – Noah. 2016 war er 9 Jahre alt.

Seit der Geburt unseres gemeinsamen Sohnes hatten wir uns auf die Suche nach dem Glück, dem Inhalt, dem Sinn unseres Lebens gemacht. Wir wollten unseren depressiven Zustand nicht mehr einfach so hinnehmen. Wir haben viele Bücher gelesen, studiert und Ausbildungen für unsere geistige, spirituelle Entwicklung gemacht. Und ich glaube, dass diese Investition in unseren Geist, die einzig lohnende ist, denn wir kommen mit Nichts und nehmen nichts mit außer unserer geistigen Entwicklung, der Erkenntnis, dass die Liebe die größte Macht ist, mit der wir hier eine Wahrheit erleben können, die uns in Teilen reflektiert wer wir wirklich sind, statt nur aus der Angst heraus zu überleben. Es gibt vielleicht eine Aufgabe, die über den Beruf hinausgeht, diesen Ort, an dem die Wunder geschehen, von denen wir träumen, zu finden.

Also saß ich an diesem Apriltag 2016 auf meiner Couch und fragte ins Universum, mein höheres Selbst, mein göttliches Bewusstsein: Was nun – was soll ich in meinem Leben zu meinem und unserem höchsten Wohl tun? Wo ist der Ort meiner Träume, wo die Wunder super-natürlich sind.



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