• Dane.B.Rock

Thomas und Noahs Herzen klopften wie wild:

Aktualisiert: 28. Sept. 2021

Thomas hatte sich zu diesem Zeitpunkt so viele Dinge aufgehalst - zu seinem full-time Job als Filmemacher, noch ein Ehrenamt als Reconnection–Verbandsvorsitzender. Dort hatte er viele Auseinandersetzungen führen müssen, das ging so weit, dass er am Ende im Krankenhaus gelandet ist, ebenfalls mit Herzproblemen, wie sein Sohn sie hatte.


Es war an einem heißen Sonntag irgendwann im Mai 2016, kurz nach meiner Durchsage mit dem Wohnmobil los zu reisen, dass Thomas und Noah bei einem Sparziergang beide mehr oder weniger an ihren massiven Herzrhythmusstörungen beinahe zusammengebrochen wären. Und trotzdem war ich im Vertrauen, dass keiner wirklich bedroht ist und dass es sich bald auflösen wird. Für mich waren sie nicht von ihrem Körper bedroht, es fühlte sich eher nach einem neuen Rhythmus, nach einer anstehenden Befreiung an.


Thomas entschloss sich freiwillig ins Krankenhaus zu gehen, weil sein Leiden bereits seit so vielen Jahren nicht nachließ. 1000 Herzschläge pro Minute, dazu noch Rhythmusstörungen. Im Krankenhaus konnte er endlich die Zeit und die Ruhe finden, um zu erkennen, dass er im Krankenhaus keine Heilung erfahren würde und dass diese Reise wichtig und richtig ist und die allumfassende Heilung bringt. Thomas entließ sich trotz der diagnostizierten akuten Lebensgefahr, die die Ärzte nur operativ lösen wollten, selbst aus dem Krankenhaus. Er war sich sicher, dass die empfohlene Not-OP in seinem Fall nur die Symptome verschieben würden. Er wusste, dass er sich auf diese Reise, vor allem um sich selbst zu begegnen, begeben musste, um wirklich zu heilen. Und das ist dieses unerschütterliche tiefe Vertrauen, in die eigene Essenz, die solche verändernden Entscheidungen, gegen aller von außen gehegten Bedenken und angeblichen Vernunft, möglich macht, tiefgreifend zu heilen – über die Symptome hinaus. Die Reconnection mit unserem wahren Sein. Über die alten Glaubenssätze hinauszuwachsen, die durch Angst gelehrt werden, nicht aber unserer wirklichen Herkunft und Natur entsprechen, selbst die Entscheidung zu sein.


„Es ist, als wenn wir eine Investition getätigt hätten, eine Investition in die eigene Vollkommenheit – in Gott. Es ist nicht mutig, es ist vertrauensvoll, liebevoll, dem Leben gegenüber und respektvoll zu unserem eigenen Sein.“


Zunächst einmal kamen Thomas ganz viele bewährte Konzepte in den Sinn, die ihm zu diesem Zeitpunkt halfen, das Alte Stück für Stück loslassen zu können und nur das zu machen, was gerade anstand. Wie zum Beispiel, wollte Thomas sich auf den Jacobsweg begeben und eine Dokumentation über besondere Orte der Stille machen, während er noch parallel seine bisherigen Kunden bediente. Diese „bewährten Konzepte“ konnten nicht nebeneinander funktionieren. Sie mussten sich im weiteren Verlauf der Reise nacheinander auflösen, weil sie nicht mehr zu unserer Entscheidung, unserem höchsten Wohl zu folgen passten. Es ist einfach unmöglich auf zwei Straßen gleichzeitig zu fahren. Ich muss mich immer für eine Richtung oder einen Weg entscheiden.


„Man kann nicht mit dem Verstand planen, weil es dann meistens Konzepte der Angst sind, sie funktionieren einfach nicht mit der Wahrheit. Wir sind hier auf der Erde ein Puzzleteil und nicht immer in der Lage, das ganze Bild zu erkennen, solange hilft das Vertrauen.“

Diese Lernaufgabe tritt immer wieder auf, dieses Vertrauen in das große Ganze, das Loslassen und die Dinge zu tun, die sich zeigen und denen zu folgen, die sich gut anfühlen. Wir sollen beobachten, was ansteht, und erkennen. Hingabe. Das bedeutet aber nicht ruhelos dazusitzen und nichts zu tun, denn von Nichts kommt Nichts, sondern seinem Herz zu folgen und in die Bewgung gehen, um neue Möglichkeiten zu entdecken und zu erleben. Sonst bleibt alles wie es immer war und das ist wohl nicht im Sinn der Evolution, oder?

Bei uns hat sich in dieser Hinsicht so viel aufgetan, als wir in diesen endlosen wohligen Flow gekommen sind und fast alles Alte abgestreift haben. Wir haben unsere Möbel verkauft, verschenkt, gespendet, zum Teil auch entsorgt. Wir haben 4 m² Lagerraum für den Restbestand von einer Couch, ein Bett, ein Schrank, ein paar Klamotten. Sogar unser Sohn hat ganz motiviert auf dem Flohmarkt im Kindergarten nebenan für 200 € Spielsachen verkauft. Obwohl er sich bis dahin ganz schlecht von Dingen trennen konnte, hat er sie da meisterlich angepriesen, um sie alle loszuwerden, weil er einfach gesehen hat, es geht darum, uns in die richtige Richtung zu lenken, darum, unseren Auftrag hier zu erfüllen – unseren Lebensweg zu gehen in die Freiheit. Das war bereits vor der eigentlichen Abreise alles sehr wunder-voll. Im Übrigen hatte Noah ab dem Tag der Ankündigung, dass er nur noch ein Jahr zur Schule gehen muss, bis heute keine Herzprobleme mehr gehabt.

Bei Thomas hat es noch etwas gedauert, bis er in seinem Geist erfassen konnte womit seine Herzprobleme verknüpft waren.



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